Wasserwerke

Die Aufbereitungsverfahren unserer zwei Wasserwerke Grumsmühlen und Darme sind natürlichen Prozessen nachgebildet und auf das typisch in Norddeutschland anzutreffende Grundwasser abgestimmt. Das durch die Brunnen geförderte Grundwasser nennt man auch Rohwasser. Es ist angereichert mit den Inhaltsstoffen Eisen, Mangan und Kohlensäure, die im Aufbereitungsprozess weitgehend entfernt werden müssen. Eisen und Mangan sind im Wasser grundsätzlich für den Menschen unbedenklich. Allerdings setzen sie sich im Rohrnetz und der Hausinstallation ab und verursachen so Schäden. Zuviel Kohlensäure greift Rohrleitungen und Armaturen an.

Das Rohwasser gelangt zuerst in den sogenannten Oxydator und wird mit Sauerstoff angereichert. Daran schließt sich die Filtration durch geschlossene „Sandfilter“ an. In dieser Aufbereitungsstufe findet die Enteisenung und Entmanganung statt. Nach der Filtration wird die überschüssige Kohlensäure durch Flachbettbelüfter ausgetrieben bzw. durch Dolomitgestein gebunden.

Eine Zugabe von Chlor zur Desinfektion ist nicht erforderlich. Das abgegebene Trinkwasser wird wöchentlich durch anerkannte Labors untersucht. Die Kontrolle über die Einhaltung der strengen Grenzwerte erfolgt durch das Gesundheitsamt.

Wasserwerk Grumsmühlen auf einen Blick

Bewilligte Fördermenge

5,5 Mio. m³/Jahr

Tatsächliche Fördermenge

5,4 Mio. m³/Jahr

Aufbereitungsleistung

1.000 m³/Stunde

Anzahl der Versorgungsbrunnen

8

Fördertiefe

50 bis 100 m

Inbetriebnahme

1968/69

Umfangreiche Modernisierung und Erweiterung

2005 bis 2008

Wasserwerk Darme auf einen Blick

Bewilligte Fördermenge

2,1 Mio. m³/Jahr

Tatsächliche Fördermenge

1,6 Mio. m³/Jahr

Aufbereitungsleistung

320 m³/Stunde

Anzahl der Versorgungsbrunnen

5

Fördertiefe

15 bis 40 m

Inbetriebnahme

1972