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Energetische Optimierung der Kläranlage Spelle

Umrüstung der Kläranlage auf anaerobe Faulung mit Eigenstromerzeugung

Nachdem eine Studie zum Klimaschutz zu dem Ergebnis kam, dass eine Umrüstung der Kläranlage Spelle auf anaerobe Faulung mit Eigenstromerzeugung wirtschaftlich unter Umweltgesichtspunkten sinnvoll ist, beantragte der Wasserverband im November 2015 Fördergelder aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bei der Niedersächsischen Förderbank (NBank). Mit Schreiben vom 25. August 2016 wurde dem Wasserverband aus dem Förderprogramm „Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen“ Fördergelder in Höhe von 1.000.000,00 € bewilligt.

Zur Maßnahme gehören die Errichtung eines Vorklärbeckens, einer Schlammfaulung und eines Maschinenhauses mit einem Blockheizkraftwerk für die Verstromung der erzeugten Klärgase. Hierdurch kann der Strombedarf der Kläranlage bis zu 80 % selbst erzeugt werden. Weiterhin wird die Kapazität der Kläranlage von derzeit 14.000 auf künftig 23.000 Einwohnergleichwerte erhöht. Mit den Planungen wurde das Ingenieurbüro Dr. Born und Dr. Ermel aus 28832 Achim beauftragt. Nach einer Kostenberechnung des Ingenieurbüros belaufen sich die Gesamtkosten auf brutto rund 3 Mio. €.

Nach Erteilung der Baugenehmigung durch den Landkreis Emsland wurden im Frühjahr 2018 die Bauarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Mit der Errichtung der Bauwerke wurde die Firma Kögel aus 32549 Bad Oeynhausen beauftragt. Die Maschinentechnik wird von der Firma Oswald-Schulze aus 45964 Gladbeck geliefert und die Elektronik von der Firma Niemann aus 49779 Niederlangen. Die Inbetriebnahme der Stromerzeugung ist für Anfang 2020 vorgesehen.